Liebe Leserin, lieber Leser

Willkommen im Geschichtendock!

Hier kannst du lesen, schmökern und was ganz wichtig ist: interaktiv mitwirken! Im Geschichtendock findest du die abenteuerliche Fortsetzungsgeschichte „Kati und Sven und die französische Prinzessin“ sowie einen spannenden Wettbewerb, bei dem du einen raffinierten Kurzfilm gestalten kannst.

Fortsetzungsgeschichte

Sommerferien. Die Romanshorner Kinder Kati und Sven möchten an einem Segellager auf dem Mittelmeer teilnehmen. Um sich etwas dazuzuverdienen, arbeitet Kati als Aushilfe und Mädchen für alles im Napoleonmuseum Arenenberg und Sven hilft auf dem Bauernhof der Familie Menzinger im Thurtal. Bald schon gibt es eine grosse Aufregung im Museum, denn ein französischer Minister möchte das Napoleonmuseum besuchen. In der Nacht spukt es immer wieder, Möbel werden verschoben und die Dekoration wird ständig durcheinandergebracht. Weil Kati neu ist, wird sie verdächtigt, alles absichtlich getan zu haben.

Monika, die Tochter der Bauernfamilie, bei der Sven arbeitet, findet auf dem Dachboden alte Dokumente, die beweisen, dass die Urururgrossmutter eine Freundin von Napoleon III. gewesen sei und dass sie eine Nachfahrin des Kaisers ist. Sie nennt sich nun Monique und befiehlt Sven, was er zu tun hat. Das macht die Arbeit auf dem Bauernhof nicht einfacher. Ausserdem passieren auch bei Menzingers merkwürdige Dinge. Im letzten Moment kann Sven die Entführung von Monika verhindern. Gemeinsam flüchten sie an den Untersee. Erst spät bemerken Kati und Sven, dass die Vorkommnisse auf dem Bauernhof und der Spuk im Schloss Arenenberg zusammenhängen.

Die Geschichte gibt es in einer kurzen Fassung für unerfahrene Leser oder als ausführlichen Text für Leseratten! Jeden Montag erscheint ein neues Kapitel der Geschichte. Du kannst bis am Donnerstag Mittag darüber abstimmen, wie die Geschichte weitergehen soll. Zudem findest du jede Woche neue Erkundungsaufträge und Hintergrundinformationen aus der Lebenswelt des jungen Prinzen Louis Napoléon. Versuch doch, diese zu lösen!

Kati und Sven im Schlepptau von Kaiser und Prinzessin

Auf einer Anhöhe zwischen Ermatingen und Mannenbach steht Schloss Arenenberg. Hier wuchs ein junger Prinz auf: Charles Louis Napoléon Bonaparte, Neffe des grossen Kaisers Napoleon I. Mit dabei war seine Mutter, Hortense de Beauharnais, ehemalige Königin von Holland, Herzogin von Saint-Leu. Ab 1852 sollte auch er Kaiser der Franzosen werden und den Namen Napoleon III. tragen. Man nennt ihn aber auch „der Kaiser vom Bodensee“ oder „der Kaiser aus dem Thurgau“. Als er an den Bodensee kam, war er 7,5 Jahre alt; als er ging, war er 30. Er sprach fliessend Französisch, Schwyzerdütsch und Alemannisch, Italienisch und Englisch, ausserdem beherrschte er Latein und Altgriechisch. Er hatte einen Privatlehrer und ging noch dazu aufs deutsche Gymnasium im bayrischen Augsburg. Viele Freunde waren um ihn herum, wie z.B. Johann Marmor, der Sohn des Rheinmüllers. Dieser wurde später Arzt und der erste Stadtarchivar von Konstanz.

Louis Napoléon hinterliess auf und um Arenenberg viele heute noch sichtbare Spuren. In einem Tagesritt um das Schloss spielt man mit Karten mit dem französischen Blatt. Er baute eine einjochige Brücke am Eingang der Domäne, konstruierte neue Kanonen und machte Schiessübungen in Richtung Insel Reichenau. Er unterstützte die hiesigen Schulen, gab jungen Salensteinern Reitunterricht und war Mitbegründer der Ermatinger Schützengesellschaft. Gross war die Freude, als Kaiser Napoleon III. im August 1865 sein Schloss Arenenberg besuchte.

Frankreich war sein Vaterland, aber den Arenenberg und die Region nannte er stets seine Heimat. Hier, auf Schloss Arenenberg, war er zu Hause gewesen.

Jede Woche wird ein Museumsobjekt vorgestellt, das es im Schloss zu entdecken gilt. So können Schülerinnen und Schüler mit anderen Augen durchs Museum gehen und das Leben eines jungen Prinzen im Kanton Thurgau Anfang des 19. Jahrhunderts entdecken.


 

Impressum

Amt für Volksschule Kanton Thurgau
Leseförderung
Jean-Philippe Gerber
Spannerstrasse 31
CH-8510 Frauenfeld

Projektleitung Geschichtendock

  • Jean-Philippe Gerber

Autor Geschichtendock

  • Daniel Badraun

Der Autor Daniel Badraun kommt auch gerne für eine Schullesung zu Ihnen und erzählt über das Schreiben, über das Büchermachen. Natürlich kommen Texte nicht zu kurz.

Umsetzung

Medien- und Didaktikzentrum (MDZ), Pädagogische Hochschule Thurgau

Programmierung

  • Adrian Liechti
  • Ruggero De Pellegrini - SWT GmbH

Gestaltung

  • gut.WERBUNG

Kontakt

Pädagogische Hochschule Thurgau
Medien- und Didaktikzentrum MDZ
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8280 Kreuzlingen
sekretariat.mdz@phtg

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Die neue Lust am Lesen
Januar bis April 2018